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NewsRettungsdienst und Feuerwehralarmierung: Umstellung auf Digitalfunk macht Fortschritte
Der Aufbau des Digitalfunks für Feuerwehr, Rettungsdienste und Polizei schreitet in den Landkreisen Erding, Ebersberg und Freising voran: Erst kürzlich fand im Landratsamt Erding die so genannte „Blaupauseneinweisung“ statt. Dabei erläuterten Mitglieder der Projektgruppe „DigiNet“ des Bayerischen Innenministeriums im großen Sitzungssaal des Landratsamtes Erding den vorgesehenen Fahrplan für die Umstellung des Funkverkehrs von analog auf digital.

Um diese Herausforderung möglichst reibungslos abzuwickeln, haben sich in der Arbeitsgemeinschaft Digitalfunk im Bereich des Zweckverbandes für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung Erding verschiedene Projekt-Untergruppen gebildet, etwa zu den Themen Beschaffung und Einbau der Endgeräte, Betrieb, Schulung und Einsatztaktik.

Nachdem im Landkreis Erding alle 26 Gemeinden, im Landkreis Freising 22 von 24 Gemeinden und im Landkreis Ebersberg zum jetzigen Zeitpunkt 17 von 21 Gemeinden einer Teilnahme am erweiterten Probebetrieb zugestimmt haben, wird dieser voraussichtlich von September 2013 bis Februar 2014 stattfinden.

Mit der Umstellung auf Digitalfunk wird ohne Zweifel Neuland betreten. Grundsätzlich stehen die verantwortlichen Hilfs- und Rettungskräfte der Einführung des Digitalfunks aber positiv gegenüber, vor allem vor dem Hintergrund, dass es gegenwärtig im Analogfunk noch sogenannte „weiße Flecken“ auf der Landkarte gibt, also Gebiete, in denen der analoge Funk nicht einwandfrei funktioniert. Diese Probleme könnten mittels Digitalfunk gelöst werden.

Kreisbrandrat Willi Vogl aus Erding steht dem Digitalfunk optimistisch gegenüber: "Durch die Einführung des Digitalfunks stehen den Feuerwehren mehr Gesprächskanäle gleichzeitig zur Verfügung, dadurch wird die Sicherheit der einzelnen Feuerwehrleute erhöht. Als weitere Folge kann die Führungsstruktur besser aufgebaut werden, was wiederum zur Erleichterung der Arbeit im Einsatz führt."

Ähnlich sieht es der Freisinger Kreisbrandrat Heinz Fischer: „Für die Feuerwehr ist der Digitalfunk sehr wichtig, weil man sich damit auch unter schwierigen Bedingungen deutlich verständigen kann. Außerdem werden dadurch Einzel- und Gruppengespräche sowie die Datenübertragung möglich. Das alles kommt unserer Arbeit sehr zugute.“

Der Ebersberger Kreisbrandrat Gerhard Bullinger sieht die Einführung des Digitalfunks optimistisch: „Die Vorführungen der neuen Geräte sind bei den Feuerwehren sehr gut angekommen. Vor allem die Unterdrückung von störenden Umgebungsgeräuschen wie von Notstromaggregaten oder Tragkraftspritzen wurde als äußerst positiv bewertet."

Und Hans Maisch, Leiter des Rettungsdienstes beim BRK Erding, erachtet die Einführung des Digitalfunks für den Rettungsdienst als überaus wichtig: „Wir erwarten, dass sich die Qualität des Funks verbessert, also Überreichweiten und starkes Rauschen ausbleiben. Ebenso erhoffen wir uns eine komplette Abdeckung der ländlichen Bereiche“.

Den Beteiligten ist bewusst, dass vor allem auf die Ehrenamtlichen viel Arbeit zukommen wird. Dennoch wird die Teilnahme am erweiterten Probebetrieb insgesamt als sehr sinnvoll erachtet, um das Digitalfunknetz auf Herz und Nieren zu prüfen und eventuelle Schwachstellen beseitigen zu können, bevor der Echtbetrieb beginnt.

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