Sie befinden sich hier: Startseite > Aktuelles > Pressemitteilungen

MVV-Landräte sind erfreut über die Tarif-Ankündigungen des Ministerpräsidenten und fordern Nachbesserungen am Reformpaket

12.09.2018 - In einer Pressemitteilung äußert sich der Sprecher der MVV-Verbundlandkreise, der Ebersberger Landrat Robert Niedergesäß zu den Ankündigungen des Bayerischen Ministerpräsidenten Dr. Markus Söder zur Einführung eines Ein-Euro-Ticket bzw. eines 365 Euro Jahrestickets.

Niedergesäß hat sich am Dienstag auch in einem Schreiben an den Ministerpräsidenten und die zuständige Staatsministerin Ilse Aigner gewandt (siehe Anlage). Darin begrüßt der Landrat auch im Namen seiner Kollegen den Vorstoß von Söder, der den Durchbruch zu einer echten und für alle Fahrgäste sehr attraktiven Reform sei.

„Die vergangenen Jahre des Reformprozesses waren sehr mühevoll und die beschlossene Lösung ist ein großer Kompromiss, bei dem es Gewinner und leider auch Verlierer gibt,“ so Niedergesäß, der gegenüber dem Ministerpräsidenten auch nicht verhehlt, dass die frühere Staatsregierung unter Ministerpräsident Seehofer hier insbesondere aus Gründen der Präzedenzfall-Wirkung sehr unnachgiebig gewesen sei, was die finanzielle Beteiligung des Freistaates betraf. Diese Position habe sich unter Ministerpräsident Söder und der neu zuständigen Verkehrsministerin Ilse Aigner erfreulich gelockert, z.B. in Form von spürbar höheren ÖPNV-Zuweisungen. Dass nun das „Wiener Flatrate-Ticket“ (das dort übrigens nur innerhalb des Stadtbereiches und nicht in der Region gelte) im gesamten MVV-Bereich und in weiteren Regionen Bayerns eingeführt werden solle, sei ein neuer und im Sinne der Fahrgäste sehr zu begrüßender Ansatz bzw. eine unerwartet erfreuliche Kehrtwende. „Wir brauchen echte Anreize, damit die Menschen gerne auf den ÖPNV umsteigen“, so Niedergesäß in der Pressemitteilung.

Der Sprecher der MVV-Landkreise sieht sehr kurzfristigen Gesprächsbedarf, denn die beschlossene Reform sei angesichts der neuen „Gefechtslage“ so nicht mehr umsetzbar. „Wenngleich das Ein-Euro-Ticket bzw. das 365-Euro-Jahresticket wohl nicht über Nacht umgesetzt werden kann, sind jetzt deutliche Korrekturen am Reformpaket nötig. Zumindest müssen wir in einem ersten Schritt die möglichen Verlierer der Reform in Stadt und Umland spürbar besser stellen. Das betrifft u.a. die Einpendler, die in den Münchner Außenraum (jetzige Ringe 3 und 4) einpendeln, die Senioren, die bisher beim Seniorenticket den Gesamtraum gebucht haben sowie die Gelegenheitsfahrer, für die es in vielen Fällen teurer wird.“

Brief von Landrat Robert Niedergesäß an Ministerpräsident Dr. Markus Söder und Staatsministerin Ilse Aigner


  • Beschwerdemanagement
    kostenfreie Beschwerde-Nummer:
    0800 5728 556
    Beschwerde-Formular
  • Amtsblatt
    Amtsblatt
  • Kfz-Zulassung
    Kennzeichen
  • Sitzungen, Kreisgremien

    Bürgerinfoportal 

    Ratsinfoportal

  • RAL-Gütezeichen
    RAL-Gütezeichen
  • Audit Beruf und Familie
    Audit Beruf und Familie
  • Fastviewer Client Modul