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Nach LFU-Stellungnahme: Runder Tisch „Brummen in Steinhöring“ verordnet sich Denkpause – die Lage ist schwierig

11.05.2016 - Die Stellungnahme des Landesamt für Umwelt zu den bisherigen Gutachten zum Brummton in Steinhöring, die Präsident Claus Kumutat bei einer „Jetzt red i“- Sendung des Bayerischen Fernsehens in Ebersberg im Mai 2015 zugesagt hatte, macht eine Korrektur des eingeschlagenen Weges bei der Suche nach einer Ursache für das Brummen notwendig.

Das wurde beim letzten Runden Tisch im Landratsamt zu diesem Thema deutlich, zu dem betroffene Bürger, der von Landkreis und Gemeinde beauftragte Gutachter, Fachleute aus dem Landesamt für Umwelt (LFU) und dem Landratsamt, Bürgermeister Alois Hofstetter und Landrat Robert Niedergesäß zusammengekommen waren.

Das Landesamt für Umwelt hatte als oberste Fachbehörde in Bayern die bisher von Landkreis und Gemeinde beauftragten Gutachten inklusive zahlreicher Messungen auf ihre Plausibilität hin überprüft. Ergebnis: Die Betriebsanlagen und die Pipelines der als mögliche Emittenten ins Visier geratenen Unternehmen OMV Deutschland GmbH und TAL GmbH können nach Überzeugung des LfU als Verursacher des Brummton-Phänomens im Gemeindegebiet von Steinhöring ausgeschlossen werden. Die Immissionsbeiträge der Betriebsanlagen von OMV und TAL ragen an den vier untersuchten Immissionsorten, dort also, wo Betroffene das Brummen wahrnehmen, nicht über das allgemeine in der natürlichen Umgebung vorhandene Grundgeräusch heraus, so das LfU. Das begutachtende Ingenieurbüro hatte eine Messung mit exakt der gleichen Technik in einem schalltoten, reflexionsarmen Spezialraum des Landesamtes nachvollzogen. Der Schallpegel bei den Messungen vor Ort in Steinhöring war ähnlich niedrig wie in diesem Spezialraum. Dort wie auch in Steinhöring liegen die Messwerte um ein Vielfaches unter der Wahrnehmungs- und Hörschwelle. Die Fachleute des LFU raten den Betroffenen, der Gemeinde und dem Landratsamt deshalb von den sehr teuren (ca. 90.000 Euro) sogenannten Kreuzkorrelationsmessungen ab, da sie bei der gegebenen Sachlage zu keinen eindeutigen Ergebnissen führen und mit Sicherheit keine Nachweise für die Ursache des Brummtons liefern würden.

Landrat Robert Niedergesäß: „Wir brauchen jetzt eine Denkpause. Die Fachleute am LFU haben alle bisherigen Gutachten eingehend überprüft. Die Ergebnisse und Einschätzungen der höchsten fachlichen Instanz in Bayern können wir nicht ignorieren. Das macht das alles aber nicht einfacher. Denn hier sind nach wie vor Menschen, die eindrucksvoll und glaubhaft schildern, dass sie unter dem Phänomen leiden. Ich bin persönlich sehr unzufrieden damit, dass wir ihnen im Moment leider nicht weiterhelfen können und hoffe, dass wir einen geeigneten Weg aus dieser Ratlosigkeit finden werden und am Ende doch noch zu einer guten Lösung finden werden.“


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