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Gelungener Fachtag für Pflegeeltern

05.02.2013 - „Trauma und Traumafolgen“ war das Thema eines Fachtages für Pflegeeltern am vergangenen Samstag im Katholischen Bildungszentrum Rosenheim. Veranstalter waren die Kreisjugendämter Berchtesgadener Land, Ebersberg, Miesbach, Mühldorf, Traunstein, Rosenheim Stadt und Rosenheim Land. Carola Schreiner hat mit ihren Kolleginnen vom Pflegekinderdienst des Kreisjugendamtes Ebersberg teilgenommen. Sie

„Trauma und Traumafolgen“ war das Thema eines Fachtages für Pflegeeltern am vergangenen Samstag im Katholischen Bildungszentrum Rosenheim. Veranstalter waren die Kreisjugendämter Berchtesgadener Land, Ebersberg, Miesbach, Mühldorf, Traunstein, Rosenheim Stadt und Rosenheim Land. Carola Schreiner hat mit ihren Kolleginnen vom Pflegekinderdienst des Kreisjugendamtes Ebersberg teilgenommen. Sie berichtet, dass etwa siebzig interessierte Pflegeeltern und zwanzig Fachkräfte der Pflegekinderdienste den Ausführungen von Professor Dr. Lutz Goldbeck, Diplom-Psychologe und psychologischer Psychotherapeut an der Universität Ulm folgten. Jedes Jahr, so der Referent, werden in Deutschland etwa zehntausend Kinder von den Jugendämtern in Pflegefamilien untergebracht. Für eine große Zahl dieser Kinder ist es der erste sichere Platz nach Jahren mit Gewalt- oder Vernachlässigungserfahrungen in der eigenen Familie. Erfahrungen, die traumatisieren und nicht selten Traumafolgen nach sich ziehen. Goldbeck setzt sich für eine Verbesserung der therapeutischen Versorgung von Kindern mit Traumafolgen ein. In seinem Vortrag zeigte er an breit angelegten Studien und internationalen Forschungen, wie sich posttraumatische Störungen auswirken und den Alltag der Kinder nachhaltig beeinträchtigen. Neben vielfältigen psychischen Störungen wie Angst oder Depression erwähnte Goldbeck die oft unterschätzten Schwierigkeiten für die Kinder im schulischen und sozialen Bereich.
Der Psychologe betonte, dass die Stabilität und die Sicherheit in der Pflegefamilie grundlegende Voraussetzung dafür sind, traumatisierten Kindern eine professionelle und spezifizierte Behandlung zukommen lassen zu können. Eine Behandlung, die neben der Erziehung in der Pflege notwendig sei, um die Chancen der Kinder auf ein normales Leben mit gesunden Entwicklungsmöglichkeiten zu wahren. Der renommierte Wissenschaftler machte den Pflegeeltern Mut, sich zusammen mit dem Jugendamt und der Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie für die Kinder einzusetzen. Die Kinder in Pflegefamilien haben eine reelle Chance, so Goldbeck, ihre Erfahrungen bearbeiten zu können. Den Fachleuten schrieb der Wissenschaftler ins Stammbuch den Pflegeeltern jede notwendige Hilfe anzubieten. Pflegeeltern leisteten wertvolle Arbeit für die Gesellschaft, die sie allein mit der Erfahrung als Eltern nicht bewältigen könnten. Ein gelungenes Beispiel von Sicherheit und gutem Kontakt, so der Referent, sei die von den Jugendämtern organisierte Kinderbetreuung für den Fachtag. Pflegekinder und leibliche Kinder der Familien spielten, gut versorgt, in erreichbarer Nähe zu ihren Eltern.



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