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Hausinstallation

Für Unternehmer oder sonstige Inhaber einer Wasserversorgungsanlage nach § 3 Nr. 2 e TrinkwV (Hausinstallation) besteht eine Untersuchungspflicht des Trinkwassers auf Legionellen (§ 14 b TrinkwV) wenn

  • Trinkwasser im Rahmen einer gewerblichen oder öffentlichen Tätigkeit abgegeben wird
    und
  • sich in der Wasserversorgungsanlage eine Großanlage zur Trinkwassererwärmung befindet
    und
  • Duschen oder andere Einrichtungen, in denen es zu einer Vernebelung des Trinkwassers kommt, vorhanden sind.

Entsprechende Anlagen in Ein- und Zweifamilienhäusern zählen nicht zu Großanlagen zur Trinkwassererwärmung. 

Nach § 3 Nr. 10 TrinkwV  ist gewerbliche Tätigkeit die unmittelbare oder mittelbare, zielgerichtete Trinkwasserbereitstellung im Rahmen einer Vermietung oder einer sonstigen selbständigen, regelmäßigen und in Gewinnerzielungsabsicht ausgeübten Tätigkeit.

Nach § 3 Nr. 11 TrinkwV  ist öffentliche Tätigkeit die Trinkwasserbereitstellung für einen unbestimmten, wechselnden und nicht durch persönliche Beziehungen verbundenen Personenkreis (z.B. Schulen, Kindergärten, Sportstätten, Hotels, Ferienwohnungen etc.).

Nach § 3 Nr.12 TrinkwV  ist Großanlage zur Trinkwassererwärmung eine Anlage mit

a)    Speicher-Trinkwassererwärmer oder zentralem Durchfluss-Trinkwassererwärmer 

jeweils mit einem Inhalt von mehr als 400 Liter
oder 

b)    einem Inhalt von mehr als 3 Litern in mindestens einer Rohrleitung zwischen Abgang
des Trinkwassererwärmers und Entnahmestelle;
nicht berücksichtigt wird der Inhalt einer Zirkulationsleitung. 

Hinweise zur systemischen Untersuchung von Trinkwasserinstallationen auf Legionellen nach der Trinkwasserverordnung gibt die Empfehlung des Umweltbundesamtes (UBA) vom 23.08.2012 weiter unten auf dieser Seite.

Nach § 16 Abs. 3 TrinkwV ist die Überschreitung des technischen Maßnahmenwertes für Legionellen (100 KBE / 100 ml) dem zuständigen Gesundheitsamt zu melden.

Nach § 16 Abs. 7 TrinkwV ist der Unternehmer oder sonstige Inhaber der Trinkwasserinstallation bei Überschreitung des technischen Maßnahmewertes verpflichtet, unverzüglich

  1. selbst Untersuchungen zur Aufklärung der Ursachen durchzuführen oder durchführen zu lassen; diese Untersuchungen müssen eine Ortsbesichtigung sowie eine Prüfung der Einhaltung der allgemein anerkannten Regeln der Technik einschließen,
  2. eine Gefährdungsanalyse zu erstellen oder erstellen zu lassen,
  3. die Maßnahmen durchzuführen oder durchführen zu lassen, die nach den allgemein anerkannten Regeln der Technik zum Schutz der Gesundheit der Verbraucher erforderlich sind,
  4. das Gesundheitsamt über die ergriffenen Maßnahmen zu unterrichten und
  5. die betroffenen Verbraucher über das Ergebnis der Gefährdungsanalyse und mögliche Einschränkungen der Verwendung des Trinkwassers zu informieren.

Nach § 3 Nr. 13 TrinkwV ist „Gefährdungsanalyse“ die systematische Ermittlung von Gefährdungen der menschlichen Gesundheit sowie von Ereignissen oder Situationen, die zum Auftreten einer Gefährdung der menschlichen Gesundheit durch eineWasserversorgungsanlage führen können, unter Berücksichtigung

a) der Beschreibung der Wasserversorgungsanlage,
b) von Beobachtungen bei der Ortsbesichtigung,
c) von festgestellten Abweichungen von den allgemein anerkannten Regeln der Technik,
d) von sonstigen Erkenntnissen über die Wasserbeschaffenheit, die Wasserversorgungsanlage und deren Nutzung sowie
e) von Laborbefunden und deren örtlicher Zuordnung.

Bei Überschreitung des technischen Maßnahmenwertes für Legionellen im Trinkwasser sind zeitnah Maßnahmen vom Unternehmer oder sonstigen Inhaber der Trinkwasserinstallation zu ergreifen, um die Besorgnisse einer Gesundheitsgefährdung auszuräumen.

Da dem Unternehmer oder sonstigem Inhaber der Trinkwasserinstallation nicht zwingend alle individuell risikoerhöhenden Faktoren oder Erkrankungen der betroffenen Verbraucher bekannt sein dürften, hat er die Verbraucher bereits sehr früh so zu informieren, dass sie die Möglichkeit des individuellen Selbstschutzes (z.B. Duschverbot) rechtzeitig wahrnehmen können.

Bei Unterlassung der Information und dadurch gegebenenfalls eintretender Gesundheitsschäden von Verbrauchern hat der Unternehmer oder der sonstige Inhaber der Trinkwasserinstallation die rechtlichen Konsequenzen zu tragen.

 
 

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08092 823 37808092 823 9378E.97E-Mail-Adresse des Ansprechpartners
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